Ratgeber Seniorenhandys – Nutzen & Kosten

Spezielle Seniorenhandys bieten viele Vorteile für ältere Menschen. Foto: alinabitta via Envato
Spezielle Seniorenhandys bieten viele Vorteile für ältere Menschen. Foto: alinabitta via Envato

Inzwischen gibt es Mobiltelefone für nahezu jeden Einsatzzweck und jeden Nutzertyp. Darunter auch solche, die speziell für ältere Menschen konzipiert sind.

Man bezeichnet diese Mobiltelefone auch als Seniorenhandys. Doch worin unterscheiden sich die Geräte von einem gewöhnlichen Mobiltelefon? Und welche Vorteile weisen sie auf?

Handys auf Bedürfnisse von Senioren reduziert

Seniorenhandys sind grundsätzlich herkömmliche Mobiltelefone, die allerdings meist in ihrem Ausstattungsumfang reduziert und an die Bedürfnisse von älteren Menschen angepasst sind. Dazu muss man wissen, dass viele ältere Menschen insbesondere mit den Augen und der Feinmotorik so ihre Probleme haben.

Sollen diese Menschen nun ein herkömmliches Handy oder Smartphone bedienen, bekommen sie aufgrund der kleinen Tasten und des großen Ausstattungsumfangs oft Schwierigkeiten.

Daher sind Seniorenhandys mit besonders großen Tasten und einem Display ausgestattet, auf dem die Nummern und Namen ebenfalls größer als üblich dargestellt werden. Des Weiteren verfügen diese Handys häufig über eine sogenannte Notruftaste, mit deren Hilfe mit nur einem Tastendruck in Notsituationen Hilfe gerufen werden kann. Dabei kann die Taste oft so programmiert werden, dass sie beim Betätigen automatisch Anrufe oder SMS an bis zu fünf Empfänger absetzt.

Ein weiteres Merkmal von Seniorenhandys ist die Kompatibilität mit den meisten Hörgeräten. Das Handy kann also ein direktes Funksignal an das jeweilige Hörgerät senden. Zudem sind die Ruftöne oft verstärkt.

Innovative Funktionen bei Seniorenhandys

Es gibt inzwischen Seniorenhandys mit vielen innovativen Funktionen, zum Beispiel dem automatischen Absetzen eines Notrufs, wenn das Telefon herunterfällt. Damit sollen Stürze von Senioren möglichst frühzeitig erkannt werden, sodass schnelle Hilfe geholt werden kann. Möglich macht dies ein im Telefon eingebauter Lage- und Stoßsensor, der eine Erschütterung erkennt und dann automatisch das Notwendige veranlassen kann.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige spezielle Bauformen von Handys vorstellen, die im Handel unter der Bezeichnung „Seniorenhandy“ angeboten werden.

Einfachhandy

Mit dem Begriff Einfachhandy bezeichnet man heute Mobiltelefone, die nur die notwendigsten Funktionen besitzen und daher in ihrer technischen Bauweise besonders einfach gehalten sind. Solche Geräte gibt es im Handel schon für wenige Euro, teilweise kostet ein Einfachhandy gerade einmal 15 Euro.

Einfachhandys für Senioren

Ältere Menschen möchten meist ein Mobiltelefon, das nicht mit verschiedenen Funktionen überladen ist und somit die Bedienung schwierig macht. Da kommt das Einfachhandy gerade recht. In der Regel besitzen solche Geräte lediglich die Möglichkeit, zu telefonieren sowie SMS zu verschicken. Alles andere, z. B. ein Internetzugang, die Kamerafunktion oder verschiedene Organizer-Funktionen, wurden bewusst weggelassen.

Schon von außen sieht man dem Einfachhandy seinen reduzierten Funktionsumfang an. Im Gegensatz zu modernen Smartphones verfügt es über ein kleineres Display und wenige, in der Regel recht groß gehaltene Tasten. Diese sind somit auch für ältere Menschen mit motorischen Problemen sehr gut und einfach zu bedienen. Oftmals verfügen Einfachhandys über ein robustes Gehäuse, sodass ihnen auch Stöße oder Spritzwasser nichts ausmachen. Die Geräte eignen sich somit auch sehr gut als Mobiltelefon für unterwegs bzw. auf Reisen.

Auch die Bedienung des Einfachhandys gestaltet sich sehr simpel. Durch die fehlenden Features sind nur wenige Menüs und Untermenüs notwendig, um sämtliche Funktionen zu erreichen und auszuführen. Idealerweise sind die Menüs intuitiv bedienbar und mit deutschen Befehlen beschriftet, sodass nicht erst umständlich die Bedienungsanleitung studiert werden muss, um das Handy zu bedienen.

Insbesondere für Gelegenheitsnutzer, ältere Menschen und Menschen, die wenig Handy-affin sind und daher nicht viel Geld für ein Mobiltelefon ausgeben möchten, ist das Einfachhandy bestens geeignet. Für anspruchsvollere Nutzer eignet es sich beispielsweise als Zweitgerät für Situation, in denen ein hypermodernes Smartphone aufgrund seiner Anfälligkeit oder durch das Diebstahlrisiko wenig Sinn macht.

Großtastenhandy

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal über die Vielfalt der Tasten auf einem modernen Mobiltelefon geärgert. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob es sich hierbei um ein Gerät mit echten Tasten oder ein Smartphone mit großem Display handelt, auf dem die Tassen lediglich virtuell eingeblendet werden. Fakt ist, dass die Tasten einem solchen Gerät fast immer zu klein sind und auch jüngere Menschen häufig Probleme damit haben, diese zu bedienen.

Für ältere Menschen verschlimmert sich dieses Problem noch einmal, denn die Feinmotorik bzw. die feinmotorischen Fähigkeiten lassen im Alter immer weiter nach. Man kennt dies beispielsweise durch das typische Zittern, welches bei alten Menschen immer wieder zu beobachten ist. Mit solchen motorischen Defiziten ein modernes Smartphone zu bedienen, ist sehr schwierig bis fast unmöglich.

Zum Glück hat sich die Industrie diesem Problem angenommen und bietet mittlerweile Handys mit extra großen Tasten an. Allen gemeinsam ist, dass sie über die klassischen physischen Tasten verfügen, die jedoch viel größer als bei vergleichbaren Handys ausfallen. Außerdem verfügen die meisten dieser Großtastenhandys über ein ebensolches Display, auf dem die gewählten Ziffern und Buchstaben in besonders großer Schrift dargestellt werden. Teilweise können verschiedene Schriftgrößen eingestellt werden.

Somit eignet sich das Handy mit großen Tasten insbesondere für ältere Menschen, die Schwierigkeiten mit der Bedienung eines normalen Mobiltelefons haben. Solche Geräte gibt es im Handel zu sehr günstigen Preisen, meist als vertragsfreies Modell, sodass sich der Nutzer den passenden Mobilfunkvertrag oder aber eine Prepaidkarte selbst aussuchen kann.

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Notrufhandy

In Deutschland gibt es immer mehr alleinlebende Menschen, insbesondere solche im höheren Alter. Daraus ergibt sich die Gefahr, dass diese Menschen in einem Notfall niemand in direkter Nähe haben, der schnell und effektiv Hilfe herbeiholen kann. Nicht selten kam es in der Vergangenheit vor, dass alte Menschen nach einer Notsituation erst viele Stunden später gefunden wurden – vielleicht erst dann, wenn bereits alles zu spät war.

Und auch Kinder und Jugendliche, die allein unterwegs sind, geraten leicht in Gefahrensituationen, in denen es angebracht wäre, einen schnellen Notruf abzusetzen.

Die gute Nachricht: Mit den modernen Notrufhandys ist das alles kein Problem! Es handelt sich hierbei um spezielle Mobiltelefone, die eine Notruffunktion besitzen. Meist ist dafür eine große und auffällige Taste auf der Vorder- oder Rückseite des Gehäuses angebracht, die im Notfall nur einmal gedrückt werden muss. Anschließend wählt das Telefon automatisch eine oder mehrere voreingestellte Nummern bzw. verschickt SMS an diese Nummern.

Moderne Notrufhandys sind mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausgestattet. So verfügen manche Geräte zum Beispiel über eine manuelle Ladefunktion für den Akku, falls dieser gerade nicht aufgeladen sein sollte. Teilweise reicht es aus, das Gerät einige Male hin und her zu schütteln, um genügend Strom zu erzeugen, damit der Notruf abgesetzt werden kann. Darüber hinaus gibt es Notrufhandys, die über eingebaute Erschütterungssensoren verfügen und automatisch einen Notruf absetzen, wenn das Gerät beispielsweise auf den Boden fällt.

Handyortung mittels GSM / GPS

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Der Opa oder die Oma, an Alzheimer bzw. Demenz erkrankt, verschwindet plötzlich aus der Wohnung oder dem Pflegeheim und wird von allen gesucht. Sie erinnern sich, dass die Person glücklicherweise ihr Handy in der Tasche hat. Doch durch die fortschreitende Erkrankung nimmt der Betroffene das Klingeln des Gerätes überhaupt nicht wahr, er geht also nicht ans Telefon.

Wie schön wäre es jetzt, das Handy auch ohne Hilfe des Betroffenen in einem bestimmten Bereich orten zu können. Genau das funktioniert mittels GSM oder GPS mit der sogenannten Handyortung. Die Ortung eines Mobiltelefons ist dabei mit zwei verschiedenen Methoden möglich – entweder über das Handynetz selbst (GSM) oder über das GPS-System. Hier die wichtigsten Vor- und Nachteile der beiden Verfahren.

Handyortung über GSM

Bei der Handyortung über das Mobilfunknetz bzw. über GSM kann der Mobilfunkanbieter genau feststellen, welches Handy mit welchem Sendemast im Sendegebiet verbunden ist. Der Wechsel zu einem anderen Sendemast wird ebenfalls registriert. Allerdings ist die Ortung nicht besonders genau, zumindest dann nicht, wenn die Sendemasten relativ weit auseinander stehen. Außerdem funktioniert die Ortung nur dann, wenn das Handy auch eingeschaltet ist.

Handyortung über GPS

Die Handyortung per Satellit – also über GPS – funktioniert wesentlich genauer, hat aber auch ihre Schwachstellen. Nicht jedes Handy bzw. Smartphone verfügt über einen GPS-Empfänger, insbesondere Einfachhandys und spezielle Seniorenmodelle weisen dieses Extra oft nicht auf.

Zudem lässt sich der GPS-Dienst auf dem Handy deaktivieren, sodass dann keine Ortung möglich ist. Gleiches gilt, wenn sich der Nutzer mit seinem Mobiltelefon in einer Tiefgarage oder einem großen Gebäude befindet. Auch dann reichen die Signale meist nicht aus, um eine Ortung vorzunehmen.